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Aufklärung gegen Verwirrung

Der ambulante Hospiz-Verein und das stationäre Hospiz werden oft verwechselt.

Der Verein Ambulantes Hospiz Frankenberg begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen – mit einer Feier am 30. November in der Ederberglandhalle. Zirka 15 ehrenamtliche Mitarbeiter – es sind vor allem Frauen – betreuen seither todkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase und deren Angehörige. Nun gibt es Verwirrungen über den Hospiz-Verein und das stationäre Hospiz.

27 Betreuungen übernahmen die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder von März 2017 bis März 2018, informierte die stellvertretende Vorsitzende Manuela Müller in der Jahreshauptversammlung. Das entspreche in etwa der Zahl der Vorjahre. Wurden diese Betreuungen vorher aber vor allem bei den Menschen zuhause, im Krankenhaus oder in Altersheimen vorgenommen, so sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen nun zumeist im stationären Hospiz tätig und unterstützten dort die hauptamtlichen Kräfte.

Der Verein Ambulantes Hospiz hatte sich, wie berichtet, mit seiner Vorsitzenden Christl Weimann für ein stationäres Hospiz in Frankenberg eingesetzt, das das Internationale Bildungs- und Sozialwerk (int-bsw) Iserlohn im September 2016 im Neubaugebiet Bockental, im ehemaligen Medizischen Versorgungszentrum, eröffnet hatte. Auch der Verein Ambulantes Hospiz hat seither seine Räume in dem Gebäude.

Beide Organisationen arbeiten eng zusammen, sind aber getrennte Einrichtungen. Sie werden in der Öffentlichkeit aber oft als eine Einheit wahrgenommen, berichtete Gudrun Sasse, die die Geschäftsstelle des Ambulanten Hospizes betreut und Telefonanrufe entgegen nimmt. Deshalb will der Hospiz-Verein mehr auf sich aufmerksam machen. In Arztpraxen, Altenheimen und im Krankenhaus sollen verstärkt Vereins-Flyer ausgelegt werden, um auf das ambulante Angebot mit Besuchen zuhause oder im Krankenhaus und Altersheim aufmerksam zu machen.

Der Hospizverein unterstützt das Stationäre Hospiz nicht nur bei der Betreuung der todkranken Menschen und ihrer Familien, sondern auch finanziell: Jeweils 15 000 Euro übergab der Verein 2017 und 2018 an die stationäre Einrichtung – es handelte sich um Spenden, die der Verein erhalten hatte, teilte die Zweite Vorsitzende mit.

„Genuss statt muss“
Einen Vortrag über Ernährung in der letzten Lebensphase hielt die Frankenberger Ernährungsberaterin Dr. Gabriele Knipp. Wenn todkranke Menschen zum Lebensende hin nicht mehr essen und trinken, sei das für die Angehörigen oft schwer hinzunehmen. Es gehe aber nicht an, die Patienten ständig zum Essen und Trinken zu drängen. Knipp empfiehlt stattdessen „Genuss statt Muss“.

Service:
Das ambulante Hospiz (Hospizverein) ist zu erreichen: montags und donnerstags im Büro, Bei der Ledermühle 1, von 14 bis 15.30 Uhr unter Tel. 0 64 51/71 61 616, und jederzeit unter Tel. 0160/ 97 58 28 96.

 

Vorankündigung

Wir feiern am 30. November 2018 in der Ederberglandhalle unser 20 jähriges Jubiläum. Schirmherr wird Herr Bürgermeister Hess sein.